kulturjobs.netKulturjob: Praktika im Bereich Bildende Kunst und Film - HKW
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Praktika im Bereich Bildende Kunst und Film - HKW 
Bewerbungsfrist bis:
25.06.2018 
Tätigkeitsbeginn:
Datum: 02.07.2018
Tätigkeitsende:
Datum: 31.12.2018
Über Inserent/in Name & Beschreibung:
Drei der bedeutendsten Kulturinstitutionen Deutschlands arbeiten in der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) GmbH unter einem Dach: die Internationalen Filmfestspiele Berlin, das Haus der Kulturen der Welt und die Berliner Festspiele mit dem Festspielhaus und ihrem Ausstellungshaus, dem Martin-Gropius-Bau. Mit ihren Geschäftsbereichen ermöglicht die KBB herausragende Kulturprojekte und führt diese Berliner Institutionen in die Zukunft. Weitere Informationen finden Sie unter www.kbb.eu.

Das Haus der Kulturen der Welt (HKW) – ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin (KBB) GmbH – ist ein kosmopolitischer Ort für zeitgenössische Künste und zugleich ein Forum für aktuelle Entwicklungen und Diskussionen. In der ehemaligen Kongresshalle am Kanzleramt präsentiert es künstlerische Produktionen aus aller Welt. Bildende und darstellende Künste, Musik, Literatur, Film, wissenschaftliche Diskurse und digitale Medien werden hier zu einem einzigartigen interdisziplinären Programm verknüpft.

Der Bereich Bildende Kunst und Film des Haus der Kulturen der Welt bietet im Zeitraum vom 02. Juli bis 31. Dezember 2018 vier

Praktika an.

Diese Praktika werden im Rahmen der beiden Ausstellungsprojekte „The Most Dangerous Game“ (27.09. bis 10.12.2018) sowie „Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie“ (28.09.2019 bis 06.01.2020) im HKW stattfinden.


The Most Dangerous Game
Praktikum 1: 02.07.-30.09.2018
Praktikum 2: 01.10.-31.12.2018

Die Ausstellung mit dem Titel The Most Dangerous Game über die Bewegung der Internationale Situationniste nimmt als Ausgangspunkt, den von Guy Debord und Asger Jorn geplanten, aber nie final realisierten Aufbau einer Bibliothek, genannt Bibliotheque Situationniste de Silkeborg, die vor allem auch die wesentlichen Gründungstexte und Manifeste der Organisationen aufführen sollte, aus denen Mitglieder zu den Situationisten gekommen waren. Dies beinhaltet einen Großteil der sich als revolutionär verstehenden künstlerischen Vereinigungen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung möchte mehrere Nachweise für eine Neubetrachtung der Internationale Situationniste anschaulich machen, auch vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Bildes der Studentenunruhen von 1968.
Die Ausstellung ist in verschiedene Kapitel unterteilt. Neben der Bibliotheque Situationniste de Silkeborg widmet sich ein weiteres Kapitel mit dem Titel „Das Archiv der letzten Bilder“ dem Verfahren des autorlosen Kunstprodukts. Es wird der Versuch unternommen, möglichst viele Werke zu versammeln (Modifikationen von Asger Jorn, industrielle Malerei von Giuseppe Gallizio, kollaborative Gemälde), in denen der performative Prozess den Resultatcharakter überwiegt. Andererseits wird die individuelle Kunstproduktion der beteiligten Künstler exemplarisch vorgestellt.
Die Ausstellung „The Most Dangerous Game“ wird kuratiert von Wolfgang Scheppe und ist Teil des Langzeitprojekts 100 Jahre Gegenwart.


Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie
Praktikum 3: 02.07.-30.09.2018
Praktikum 4: 01.10.-30.12.2018

Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie ist ein mehrjähriges Projekt künstlerischer Auseinandersetzungen mit einem Schriftsteller, der in den 1960er Jahren zu den wichtigsten Vertretern des deutschen literarischen Untergrunds gehörte. In den 1970er und 1980er Jahren erforschte Hubert Fichte gemeinsam mit der Fotografin Leonore Mau die Kultur und Politik der afrikanischen Diaspora in Brasilien, Venezuela, Trinidad, Kuba, Haiti, Grenada, Senegal, Benin, Togo und weiteren Ländern Amerikas und Afrikas und bereiste damit geographische Markierungen entlang des „Black Atlantic“ (Paul Gilroy). Er entwickelte im Zuge dessen seine ebenso einzigartige wie wegbereitende Form schwul-postkolonialer literarischer Ethnografie.
Die Umsetzung des Projektes erfolgt in Zusammenarbeit mit der S. Fischer Stiftung, dem S. Fischer Verlag und weiteren Kurator*innen sowie Institutionen in Lissabon, Salvador de Bahia, Rio de Janeiro, Santiago de Chile, Dakar, New York und Berlin. Der abschließende Teil des Projekts wird 2019 am Haus der Kulturen der Welt in Berlin gezeigt. Kuratiert von Diedrich Diederichsen und Anselm Franke, den künstlerischen Leitern des gesamten Projektes „Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie“, wird diese Schau Themen und künstlerische Positionen aus den sechs vorangegangenen Ausstellungen zusammenführen und sich kritisch mit ihrem umfassenderen historischen und zeitgenössischen Kontext auseinandersetzen. Die geplante Ausstellung und öffentliche Konferenz wird Fragen verhandeln, die im Zuge des gesamten Projekts aufgekommen sind, und sie für den Gegenwartsmoment erschließen.
„Hubert Fichte: Liebe und Ethnologie“ ist ein Kooperationsprojekt von Goethe-Institut und findet im Rahmen von Kanon-Fragen statt, ein vierjähriges Programm des HKW (2016-2019).
 
Beschreibung der Tätigkeit:
Die 3-monatigen Praktika bieten die Möglichkeit, vertiefte Einblicke in folgende Bereiche zu erhalten:

• alle Abläufe der Projektorganisation und -produktion in einer Kulturorganisation, insbesondere des Bereichs Bildende Kunst und Film
• die organisatorische Vorbereitung und Durchführung insbesondere einer Ausstellung sowie mehrtägigen transdisziplinären Veranstaltung
• die allgemeinen administrativen Abläufe
 
Bereich:
Verwaltung⁄Organisation
Beschreibung der Anforderung:
Das bringen Sie mit:

• Das Praktikum richtet sich an Auszubildende und Studierende, die ein Pflichtpraktikum oder ein ausbildungs-/ studienbegleitendes Praktikum absolvieren möchten sowie an Bewerber, die ein Praktikum zur Orientierung für eine Berufsausbildung oder für die Aufnahme eines Studiums absolvieren möchten.
• Sie sind interessant für uns, wenn Sie ein Studium der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft oder eines benachbarten Fachs der Geisteswissenschaften absolvieren.
• Gefragt sind Ihr Interesse für die Themen des Bereichs Bildende Kunst und Film des HKW sowohl für kunst- und kulturtheoretische Fragestellungen als auch für Produktionsabläufe innerhalb einer Kunstinstitution.
• Darüber hinaus wünschen wir uns einen sicheren Umgang mit den gängigen MS Office-Standardanwendungen, Organisations- und Kommunikationskompetenzen sowie sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
• Sie zeichnen sich durch eine selbständige Arbeitsweise aus und schätzen die Arbeit im Team.
• Idealerweise bringen Sie erste Erfahrungen in den Bereichen Ausstellungsproduktion, Kulturmanagement und/oder Projektorganisation mit. Erste Erfahrungen in der Ausstellungspraxis sind von Vorteil.
 
Anmerkungen:
Willkommen bei uns.

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, das Haus der Kulturen der Welt kennenzulernen.
Darüber hinaus bieten wir eine Praktikumsvergütung von € 450,00 brutto monatlich bei einer wöchentlichen Praktikumszeit von 39 Stunden. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung besonders berücksichtigt. Die KBB legt Wert auf Diversität.
 
Tätigkeitsort:
Deutschland
PLZ: 10557
Ort: Berlin
Bewerbung erwünscht per:
Email
Kontakt:
Bitte senden Sie Ihre vollständige schriftliche Bewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Immatrikulationsbescheinigung bzw. bei einem Pflichtpraktikum bitte auch die Studienordnung) mit Angabe des gewünschten Praktikumszeitraums und Projekts ausschließlich per E-Mail bis zum 10.06.2018 (Praktikum 1 und 3) bis zum 25.06.2018 (Praktikum 2 und 4) an Frau Agnes Wegner jobs@kbb.eu

Kennwort: Praktikum Bereich B

Wir planen die Bewerbungsgespräche für den 14./15.06.2018 (Praktikum 1 und 3) sowie Anfang Juli (Praktikum 2 und 4).

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! www.hkw.de